Der Riesenbärenklau stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde Anfang des 19. Jh. Als Zierpflanze nach Europa gebracht. Es handelt sich um eine Staude mit einer Wuchshöhe bis zu 5 m. Die Pflanze ist heute in ganz Deutschland vorkommend. Der Bärenklau ist für Insekten eine reichhaltige Nahrungsquelle. Bei Menschen und Säugetiere hingegen kann die Pflanze erhebliche Verletzungen auslösen. Die gesamte Pflanze und insbesondere der Saft enthält phototoxisch wirkende Furanocumarine. Bei  Berührung der Pflanze in Verbindung mit Tageslicht kann er beim Menschen zu schmerzhaften Quaddeln und schwer heilenden Verbrennungserscheinungen führen. Es wird deshalb empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört. Die Hautreaktion ist nach ca. 20-24 Stunden oder ggf. erst nach Tagen feststellbar. Atemnot bzw. eine akute Bronchitis sind möglich, da die Pflanze an heißen Tagen die phototoxische Substanz auch an die Umgebung abgibt. Das Gesundheitsamt empfiehlt nach Kontakt mit der Pflanze einen Aufenthalt im Schatten bzw. intensives Sonnenlicht (UV-Einstrahlung) für ca. 2 Tage zu meiden. In der Folgezeit sollte die Haut durch Sonnencremes mit UV-Schutzwirkung geschützt werden. Eine Reinigung der betroffenen Kontaktstellen der Haut mit Wasser und Seife sollten erfolgen.  Bei schweren Hautbefunden wird das Aufsuchen eines Arztes empfohlen.

Ausbreitung vermeiden

Es ist zu beachten, dass bei der Beseitigung der Pflanze der Pflanzensaft durch die Kleidung dringen kann. Ziel der Bekämpfung des Riesenbärenklaus sollte die Verhinderung der Samenbildung sein bzw. der Ausbreitung des Samens sein, da sonst eine Bekämpfung nicht mehr erfolgreich ist. Vor oder während der Blüte sollten dabei die Dolden abgeschnitten und verbrannt werden. Am besten ist es, einzeln stehende Pflanzen bereits im Frühjahr etwa 10 - 15 cm im Boden mitsamt der Wurzel abzustechen.  

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Konstanze Morgenroth.