Informationen für Fachkräfte
Angebote für Fachkräfte
Frühe Hilfen: Das Präventionsprogramm „Schritt für Schritt“
Zielgruppe:
- Werdende Eltern während der Schwangerschaft…
- Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren…
… in besonderen Lebenslagen, mit besonderen Unterstützungsbedarfen oder ohne ausreichende Versorgung und Unterstützung vor und nach der Geburt.
Schwerpunkte sind:
- Gesundheitsfürsorge
- Kinderpflege
- Alltagsabläufe mit Kind
- elterliche Sensibilität
- Entwicklung einer stabilen Eltern-Kind-Beziehung

Die Programme dienen dem Kinderschutz in der frühen Kindheit und der Stärkung der Eltern. Tätig sind Familienhebammen, Familiengesundheitspflegerinnen und Sozialpädagoginnen, die überwiegend aufsuchend arbeiten. Anhand des Anmeldeformulars schätzt die Koordinierungsstelle ein, welches der beiden Programme und welche Fachkraft am besten für die jeweilige Familie geeignet sind. Das Angebot ist für die teilnehmenden Familien freiwillig und kostenlos.
Ihre Rolle als Fachkraft im Landkreis Leipzig:
Arbeiten Sie mit Familien, bei denen sich während der Schwangerschaft oder in den ersten Lebensjahren Unterstützungsbedarf zeigt? Stellen Sie Ihren Klient*innen gern unsere Angebote vor oder verweisen sie auf den Bereich „Angebote für Familien“ auf unserer Homepage. Wenn die Eltern Interesse an der Teilnahme an diesem Präventionsprogramm haben, füllen Sie gemeinsam das Anmeldeformular aus und schicken Sie dieses an die Koordinierungsstelle.
Wenn sie Interesse an Flyern, Postkarten oder Visitenkarten zu den Präventionsprogrammen haben, kontaktieren Sie bitte die Koordinierungsstelle.
Anmeldeformular Schritt für Schritt
Ansprechpartnerin:
- Koordinierungsstelle Frühe Hilfen
- Anke Lungwitz
- Telefon: 4934332412352
- E-Mail: fruehehilfen(at)lk-l(dot)de
Frühe Hilfen: Familienlotsinnen im Landkreis Leipzig
Die Familienlotsinnen des Landkreis Leipzig
beraten und unterstützen Schwangere, werdende Väter und Familien mit Baby und Kleinkind. Sie führen in den Familienzentren in Wurzen und Markleeberg sowie an anderen Standorten im Landkreis Sprechstunden durch. Auf Wunsch der Familien beraten die Lotsinnen Familien auch zu Hause.
MULDENTAL (Bad Lausick, Bennewitz, Borsdorf, Colditz, Grimma, Machern, Mutzschen, Naunhof, Thallwitz, Trebsen, Wurzen
- Sarah Wenge
- AWO KV Mulde-Collm e.V.
- 0176 301 056 40
- apa(at)awo-mulde-collm(dot)de
ALTKREIS Leipziger Land (Böhlen, Borna, Frohburg, Geithain, Groitzsch, Großpösna, Kitzscher, Markkleeberg, Markranstädt, Neukieritzsch, Pegau, Rötha, Zwenkau)
- Madlen Caßens
- Lichtblick e.V.
- 0179 328 88 98
- apa(at)lichtblick-fuer-familien(dot)de

Handbuch für Kinderschutz im Landkreis Leipzig
Das „Handbuch für Kinderschutz im Landkreis Leipzig“ richtet sich an alle Fachkräfte, die im Landkreis Leipzig mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Ziel ist es, Handlungssicherheit in Verdachtsfällen auf Kindeswohlgefährdung zu bieten. Enthalten sind unter anderem Begriffserklärungen rund ums Kindeswohl, allgemeine Verfahrensabläufe bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung und eine aktuelle Zusammenstellung relevanter Netzwerkpartner im Landkreis Leipzig.
Das Handbuch wird regelmäßig ergänzt und aktualisiert.
Die digitale Version des „Handbuchs für Kinderschutz im Landkreis Leipzig“ finden Sie hier.
Eine gedruckte Version inklusive Ringbuchordner kann bei der Koordinierungsstelle im Netzwerk für Kinderschutz und Frühe Hilfen kostenlos bestellt werden. Es wird ein Exemplar pro Einrichtung herausgegeben.

Handlungsleitfaden bei einem Verdacht auf Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
Sexualisierte Gewalt gegen junge Menschen ist eine besondere Form der Kindeswohlgefährdung. Sie bedarf einer besonderen Vorgehensweise durch Fachkräfte, welche mit einem Verdacht auf sexualisierte Gewalt konfrontiert sind. Hier finden Sie den Handlungsleitfaden, welcher im Rahmen einer Facharbeitsgruppe im Landkreis Leipzig erarbeitet wurde.
Anlaufstellen und Ansprechpersonen können Sie der Kontaktübersicht bei Verdacht auf Sexualisierte Gewalt für Fachkräfte entnehmen.
Netzwerktreffen
In verschiedenen, wiederkehrenden Formaten gibt es die Möglichkeit, sich mit anderen
Akteuren im Landkreis Leipzig zu vernetzen und auszutauschen.
Der Runde Tisch „Kinderschutz und Frühe Hilfen“ ist ein Angebot für alle Netzwerkakteure und interessierten Fachkräfte. Besprochen werden aktuelle Entwicklungen im Netzwerk, neue Projekte und Angebote stellen sich vor und es bleibt Platz für interprofessionellen Austausch.
Die Netzwerk-Konferenz findet jährlich statt. Es gibt wechselnde Themen, Input von Fachkräften aus der Praxis und Austausch zwischen den Teilnehmenden.
In Facharbeitsgruppen können sich interessierte Fachkräfte aus allen kinderschutzrelevanten Bereichen an der Netzwerkarbeit beteiligen. Zum Beispiel gibt es Facharbeitsgruppen für Öffentlichkeitsarbeit und zum Thema „Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen“.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und aktuelle Termine finden Sie in den aktuellen „Informationen aus dem Netzwerk“.

Fortbildungsangebote
Die Übergänge zwischen Vernetzungs- und Fortbildungsangeboten verlaufen fließend. Viele Angebote leben vom Wechselspiel zwischen fachlichem Input und interprofessioneller Vernetzung zwischen Fachkräften im Landkreis Leipzig. Andere Formate sind überwiegend zur Weiterentwicklung der fachlichen Kompetenzen konzipiert.
Der Fachtag des Netzwerks für Kinderschutz und Frühe Hilfen findet jährlich zu einem ausgewählten Thema im Bereich Kinderschutz statt. Ziel ist es, ein Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten, Erkenntnisse und Handlungsstrategien zu einer spezifischen Thematik zu gewinnen und passende Angebote kennen zu lernen.
Im Netzwerk-Fallgespräch wird ein Fallbeispiel aus verschiedenen professionellen Blickwinkeln betrachtet. Dabei soll die Arbeit unterschiedlicher Netzwerkakteure verdeutlicht werden und es können Strategien für die zukünftige interprofessionelle Zusammenarbeit entstehen.
Die Koordinierungsstelle im Netzwerk für Kinderschutz und Frühe Hilfen im Landkreis Leipzig bietet zudem Fortbildungen mit individueller Terminvereinbarung für einzelne Einrichtungen an, zum Beispiel zum Thema „Kinderschutz: Was ist zu tun bei Verdacht einer Kindeswohlgefährdung“. Außerdem gibt es feste Fortbildungstermine, die individuell wahrgenommen werden können.
Nicht zuletzt besteht eine Kooperation mit der Volkshochschule Landkreis Leipzig, bei denen Expert*innen Fortbildungskurse zum Thema Kinderschutz leiten. Link VHS Fortbildungsheft
Insoweit erfahrene Fachkräfte (InsoFa)
Im Landkreis stehen zur Beratung bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen ausgebildete Insoweit erfahrene Fachkräfte zur Verfügung. Die Beratung zu Ihren Fällen erfolgt anonymisiert und stellt keine Meldung einer Kindeswohlgefährdung dar. Ziel ist es, in oft komplizierten Kinderschutzfällen eine objektive, zusätzliche Sichtweise einzuholen.
Einrichtungen und Angebote aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe haben in der Regel eine vom eigenen Träger benannte Kinderschutzfachkraft. Bitte erfragen Sie diese bei Ihrem Träger.
Für Lehrkräfte aus Schulen, Fachkräfte aus dem medizinisch-therapeutischen Bereich sowie für weitere Personen, die mit jungen Menschen arbeiten übernehmen die Koordinatorinnen des Netzwerkes für Kinderschutz die Kinderschutzberatung.
- Anfrage unter: Kinderschutz(at)lk-l(dot)de oder telefonisch unter 03433 – 241 2352 (Anke Lungwitz) oder 03433 – 241 2369 (Anita Grunewald)
Die Beratung der Kindertagespflegepersonen erfolgt durch den Bereich Kita-Fachberatung.
- Anfrage unter: Kita-Fachberatung(at)lk-l(dot)de oder telefonisch unter 03433 – 241 2370 (Susanne Kobus)
Angebote für benannte Insoweit erfahrene Fachkräfte
Insoweit erfahrene Fachkräfte haben eine besondere Rolle bezüglich des Kinderschutzes inne. Dementsprechend gibt es im Netzwerk einige Angebote, die spezifisch für diese Gruppe gedacht sind.
Der Fachtag für Insoweit erfahrene Fachkräfte findet jährlich statt und bildet ein Forum für Input und Austausch. Die ausgewählten Themen werden dabei aus dem Blickwinkel der Beratung im Kinderschutzfall betrachtet.
Bei der InsoFa-Fallwerkstatt werden anhand ausgewählter Fälle das Vorgehen und der Beratungsprozess als InsoFa ausprobiert. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, sondern ums Austauschen und Lernen.