Am 01. Juli stellte Amtsleiterin Gesine Sommer beim Wasserkongress den aktuellen Ansatz im Landkreis vor, mit dem man langfristig den drängensten Herausforderungen des Klimawandels in der Landwirtschaft begegnen möchte.

Denn: Die Wasserwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Der Klimawandel mit zunehmenden Extremwetterereignissen, steigende Anforderungen an die Wasserqualität sowie ein erheblicher Investitionsbedarf in die Infrastruktur erfordern neue Lösungsansätze und politische Weichenstellungen. Gleichzeitig sind Unternehmen, Versorger und öffentliche Akteure gefordert, tragfähige und zukunftssichere Konzepte zu entwickeln.

Ausgangslage: Hochwasserschutz und Versickerung

  1. Die Hochwasserschutzmaßnahmen schützen Landnutzung und Kommunen vor "klassischen" Überschwemmungen
  2. In Baugebieten ist seit Jahren üblich, die Versickerung von Regenwasser auf dem bebauten Grundstück sicherzustellen

Herausforderungen: Sturzfluten und Austrocknung

  • Vermehrte Starkregenereignisse führen zu einem Anstieg der Schäden an Gebäuden und Infrastruktur auch außerhalb flussbegleitender Überschwemmungsgebiete
  • Die steigende Verdunstungsrate trocknet die Landschaft aus, selbst wenn die Niederschlagsmenge konstant bleibt

Modellprojekt GeRI liefert Maßnahmenliste

  1. Analyse der Empfindlichkeit gegenüber Sturzfluten und Austrocknung in 2 Teilräumen im Landkreis: Partheland und Südraum Leipzig
  2. 18 Hauptmaßnahmen für das Wassermanagement im ländlichen Raum

--> Download der Abschlusspräsentation zum Projekt "Gestaltung Resilienter Infrastrukturen" (PDF, 3 MB)

In die Praxis: Vom urbanen Raum in die Fläche - Das Schwammstadt-Prinzip fürs Offenland im Landkreis Leipzig

  • Prüfung von einzelnen, für die Landwirtschaft praktisch umsetzbaren Maßnahmen zum Wassermanagement
    • Betrachtungsraum 1: erosionsgefährdete Böden zwischen Kohren-Sahlis und Geithain

    • Betrachtungsraum 2: trockene Böden um Lossa und Großzschepa

In den folgenden Monaten wollen wir so mit Flächennutzern konkrete Maßnahmen vorbereiten und standardisierte Lösungsansätze schaffen.

--> Download der Kurzpräsentation (PDF, 1 MB)