Erneut lud die Stadtverwaltung Markleeberg 110 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Markleeberg zum Jugendklimagipfel ein und führte das Format erfolgreich fort. Hier führten die Schülerrinnen angeleitet rege Gespräche zu verschiedensten Umweltthemen an insgesamt 10 Tischen im großen Lindensaal. Der Landkreis Leipzig unterstütze die Thementische „Erneuerbare Energien zum Begreifen“ und „Klimakrise – Was macht das mit uns“ durch den Klimaschutzmanager Falko Haak sowie einen Praktikanten der Stabstelle.
Erneuerbare Energien zum Begreifen: Von altbekannten Wasserkraftwerken zu E-Fuels und Wasserstoff
Angeleitet durch den Klimaschutzmanager des Landkreis Leipzig diskutierten die Schülerinnen und Schüler beim Thementisch „Erneuerbare Energie zum Begreifen“ über das Energiesystem der Zukunft. Thematisch teilte sich der 2-Stündige Workshop in drei Bereiche auf:
- Wofür verbrauchen wir aktuell Energie? In welchen Dimensionen?
- Wie stillen wir aktuell diesen Energiebedarf?
- Welche Elemente gehören zum Energiemix der Zukunft?
In Bezug auf unseren Energieverbrauch dachten die Schülerinnen und Schüler zunächst an Alltägliches wie Beleuchtung und das Handyladen. Auf die Stromerzeugung angesprochen kamen ihnen zunächst PV-Anlagen in den Sinn. Spannend zu sehen, wo doch sehr energieintensive Bereiche wie verarbeitendes Gewerbe und der Verkehr noch stark auf fossilen Energieträgern basieren – etwas, das man auch selbst schnell vergisst.
Gemeinschaftliches Engagement gegen Unsicherheiten und Angst
Betreut durch den Praktikanten der Stabstelle für Klimaschutz des Landkreis Leipzigs tauschten sich die Schülerinnen und Schüler am Thementisch „Klimakrise – Was macht das mit uns?“ über ihre Emotionen aus. Während Unsicherheit und Angst aufgrund der Klimafolgen und mangelndem Wissen an erster Stelle standen, gaben sich die Schülerinnen und Schüler auch sehr zuversichtlich.
Interessant wurde es auch im zweiten Teil, in dem die Schülerinnen und Schüler folgende Ansätze zum Umgang mit den negativen Emotionen erarbeiteten:
- Mit Freunden und Familie über die Emotionen und Gedanken sprechen
- Sich mehr über die Themenfelder des Klimawandels informieren
- Sich zusammenschließen und engagieren
Letzteres klingt toll, aber welche Möglichkeiten des Engagements gibt es überhaupt? Auf einer Mindmap sammelten die Schülerinnen und Schüler wertvolle Ideen auf persönlicher wie auf schulischer Ebene:
- Sich bewusster ernähren und konsumieren – und damit andere anstecken
- Demonstrieren gehen
Auf Schulischer Ebene:
- Klimathemen mehr in den Unterricht einbauen
- Aufklärende Plakate gestalten
- Einen Kleidertausch veranstalten
- Begrünung in und außerhalb der Schule fördern, bspw. durch eine gemeinsame Pflanzaktion
Um die Aktionen besser und vor allem gemeinschaflich organisieren und umsetzen zu können, schlugen sie die Gründung einer AG Klima vor – Eine besondere Idee die durch die Unterstützung der Lehrkräfte und der Schulleitung Realität werden könnte.
Fazit – Eine Veranstaltung die Bewegt
- Der Alltag junger Menschen ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlichster Einflüsse - Umweltthemen spielen hier nur partiell eine Rolle. Der Erfolg des Thementags liegt demzufolge darin, die Aufmerksamkeit für Umweltschutz und die nachhaltige Stadtentwicklung zu schulen.
- Auch die Lehrkräfte erhielten wertvolle Impulse - von ihnen hängt z.B. ab, ob Umweltthemen behandelt oder gar eine Nachhaltigkeits-AG ins Leben gerufen wird
