Ein Projekttag, der unter die Haut ging
Besonders eindrucksvoll war der Thementisch 10 „Klimakrise – Was macht das mit uns?“, der vom Klimaschutzmanager des Landkreises Leipzig geleitet wurde. Hier stand nicht die nächste technische Lösung im Mittelpunkt, sondern die emotionale Dimension der Klimakrise – ein Aspekt, der im öffentlichen Diskurs oft zu kurz kommt.
Die Jugendlichen beschäftigten sich intensiv mit Fragen wie:
- Welche Gefühle löst die Klimakrise in uns aus?
- Wie gehen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen damit um?
- Welche Spannungen entstehen zwischen Umweltengagement und konservativen Perspektiven?
- Und wie können wir trotz unterschiedlicher Sichtweisen gemeinsam handlungsfähig bleiben?
Perspektivwechsel als Schlüssel
Am Tisch 10 lernten die Teilnehmenden, wie wichtig es ist, verschiedene Haltungen zur Klimakrise zu verstehen, statt sie vorschnell zu bewerten. Sie schlüpften gedanklich in die Rollen von Umweltschützern, die sich große Sorgen um die Zukunft machen, ebenso wie in die von Menschen, die Veränderungen skeptisch gegenüberstehen oder sich von der Geschwindigkeit gesellschaftlicher Transformation überfordert fühlen.
Dieser Perspektivwechsel führte zu intensiven Gesprächen – und zu der Erkenntnis, dass Emotionen wie Angst, Wut, Hoffnung oder Überforderung eine zentrale Rolle spielen, wenn es um Klimaschutz und gesellschaftlichen Wandel geht.
Kreative Verarbeitung: Eine Collage für die Zukunft
Zum Abschluss gestalteten die Jugendlichen eine großformatige Collage, in der sie ihre Eindrücke, Gedanken und Emotionen sichtbar machten. Die Collage wurde anschließend allen rund 100 Teilnehmenden präsentiert – ein Moment, der zeigte, wie viel Kraft in gemeinsamer Reflexion und kreativem Ausdruck steckt.
Die Bilder, Worte und Symbole der Collage machten deutlich: Klimaschutz ist nicht nur eine technische oder politische Aufgabe, sondern auch eine zutiefst menschliche.
Fazit
Der Projekttag im Rahmen des Jugendklimagipfels hat gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen Räume zu geben, in denen sie sich austauschen, ausprobieren und ihre eigenen Positionen entwickeln können. Die Offenheit, mit der die Schülerinnen und Schüler diskutierten, lässt hoffen – und macht Mut für die kommenden Schritte auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Zukunft im Landkreis Leipzig.
