Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Informationen für Bürgerinnen und Bürger

So werden Sie gewarnt

Die umgehende Warnung der Bevölkerung bei plötzlich auftretenden Katastrophen oder drohenden Gefahren für Gesundheit und Leben ist von großer Bedeutung in der Katastrophenbewältigung.

Über folgende Medien können Sie Warnungen sehen oder hören!

  • im Radio
  • im Fernsehen
  •  im Internet
  • über das Handy, bspw. WarnApp NINA (kostenlos)
  • ggf. über Sirenen, Sirenensingale
  • ggf. über Sprachdurchsagen der Polizei oder Feuerwehr im Freien

Für die Warnung über Sirenen gibt es drei verschiedene Warnsignale. Sie haben jeweils unterschiedliche Bedeutung:

Sirenenwarntöne

So verhalten Sie sich richtig

Sie haben den an- und abschwellenden Heulton einer Sirene zur Warnung vor einer Gefahr für alle bemerkt oder Sie haben eine Warnung in Radio/Fernsehen/Internet/Handy zu einer vorliegenden Gefahrensituation erhalten. Dazu geben wir Ihnen einige grundsätzliche und allgemeingültige Informationen und Ratschläge für angemessenes Verhalten in Katastrophensituationen (Quelle: Kling, A. (2018): Sicher trotz Katastrophe Regensburg, WALHALLA):

  • Sofort ins Gebäude gehen.
  • Das Haus möglichst nicht verlassen. Es bietet mehr Schutz und Sicherheit als eine (überstürzte) Flucht ohne ausreichende Informationen.
  • Fenster und Türen schließen.
  • Lüftungs- und Klimaanlagen mit Außenluftbeschickung ausschalten.
  • Gashähne, sofern vorhanden, schließen.
  • Kinder aus dem Freien ins Haus holen, aber nicht extra aus der Schule oder dem Kindergarten abholen. Ihre Kinder werden dort bestens betreut.
  • Holen Sie sich aktiv Informationen aus verlässlichen Quellen ein
  • Schalten Sie Rundfunkgeräte (Radio / Fernsehen) ein - Achten Sie auf Durchsagen.
  • Schauen Sie auf Ihr Handy - Gibt es Infos auf dem Handy?
  • Wenn Sie die Warn-App Nina haben: schauen Sie dort nach.
  • Auf Durchsagen von Lautsprecherwagen achten.
  • Informieren Sie sich über die Internetseite der Kreisverwaltung www.landkreisleipzig.de
  • Nutzen Sie die in Ihrer Kommune eingerichteten Anlaufstellen, sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme.
  • Anweisungen von Polizei und / oder Feuerwehr sowie amtlichen Stellen befolgen.
  • Nachbarn und Straßenpassanten über die Durchsagen informieren.
  • Älteren und behinderten Menschen helfen.
  • Ausländische Mitbürger informieren.
  • Haustiere ins Gebäude holen.
  • Dem Schadensgebiet fernbleiben: schnelle Hilfe braucht freie Wege.
  • Bei Beeinträchtigung durch Rauch oder Gase nasse Tücher vor Mund und Nase halten. Bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen Kontakt mit Hausarzt oder dem ärztlichen Notdienst aufnehmen.
  • Telefonieren Sie nur, falls dringend nötig. Fassen Sie sich kurz! Telefonnetzte sind in diesen Fällen schnell überlastet. Die Einsatzkräfte sind auf freie Telefonleitungen angewiesen, besonders in den Mobilfunknetzen.
  • Telefonverbindungen zu Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Behörden nicht durch Rückfragen blockieren.
  • Wählen Sie den Notruf NUR im äußersten Notfall.

Informationen für verschiedene Katastrophenszenarien

Zusätzlich zu den eben genannten allgemeingültigen Informationen und Ratschlägen für angemessenes Verhalten in Katastrophensituationen möchten wir auf weitere szenariobezogene Verhaltensempfehlungen hinweisen. Diese Zusammenstellung basiert auf Informationen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) aus der Rubrik „Tipps für Not-Situationen“.

Das A & O: Vorbereiten auf den Ernstfall – persönliche Notfallvorsorge

Notsituationen treten oft überraschend ein. Und wenn ein Notfall erst einmal eingetreten ist, ist es für Vorsorgemaßnahmen meist zu spät. Denn oftmals müssen Sie dann sofort reagieren.

Grundsätzlich greift das staatliche Hilfeleistungssystem und bietet Unterstützung in Katastrophen- oder vergleichbaren Notsituationen. Jedoch benötigen auch die Katastrophenschutzbehörden und -organisationen Zeit um Strukturen zu aktivieren und Hilfeleistungen in Gang zu setzen. Eine schnelle und ausreichende Hilfe zur Unterstützung kann also nicht in allen Lagen geleistet werden. Insbesondere bei großflächigen Lagen können die Rettungskräfte nicht überall gleichzeitig sein.

Die persönliche Vorbereitung ist daher von großer Bedeutung und stellt einen essenziellen Bestandteil der Katastrophenbewältigung dar. Dazu gehört bspw. Das Anlegen von Vorräten, das Führen einer Hausapotheke oder die Vorbereitung des Not-Gepäcks.

Im anwenderfreundlichen Ratgeber für Notfallvorsorgeund richtiges Handeln in Notsituationen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sind alle Informationen zu diesem Thema enthalten. Mit Klick auf die Broschüre können Sie diese bestellen oder herunterladen. Die Broschüre gibt es in mehreren Sprachen, in Leichter Sprache und Gebärdensprache.

Weitere Informationen und Links:

Persönliche Notfallvorsorge:
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html
Link Download NINA-App
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warn-App-NINA/NINA-Download/nina-download_node.html
Website: Bevölkerungsschutz Sachsen
https://www.bevoelkerungsschutz.sachsen.de/
Spielerisches Online-Training für Notfälle:
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Notfalltraining/notfalltraining_node.html

 

 

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