Kreismuseum Grimma
Das Museum befindet sich in der ehemaligen Mädchenschule, im historischen Stadtkern Grimmas.
Schwerpunkte der Ausstellungen bilden die Stadtgeschichte Grimmas von den Anfängen bis zur Gegenwart, das städtische Handwerk - hier ist vor allem die umfangreiche Ofenkachelmodelsammlung aus zwei Jahrhunderten zu nennen - sowie die Geschichte der Grimmaer Fürsten- und Landesschule, welche Moritz von Sachsen 1550 im ehemaligen Klostergebäude der Augustinereremiten einrichtete. Interessant ist auch die kleine Präsentation zum Zisterzienserinnenkloster Marienthron in Nimbschen mit seiner berühmten Nonne Katharina von Bora, der späteren Ehefrau Martin Luthers. Einblicke in die Lebensweise der Stadtbevölkerung geben die sogenannte schwarze Küche mit eingebauter Bohlenstube sowie das Biedermeierzimmer mit seinem repräsentativen Schwanenhalsofen.
Das Wachstum der Stadt war eng verbunden mit der Ansiedlung vieler kleiner und mittlerer Betriebe am Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. Stellvertretend werden in der Ausstellung drei Handwerksbetriebe vorgestellt: die Handschuhfabrik Händel mit ihrer Glacehandschuhproduktion, die Etuifabrik Reinhold Kühn, die sich mit der Herstellung von Brillenetuis beschäftigte, sowie die Papierwarenfabrik Weißing, deren Hauptprodukte Fest- und Scherzartikel wie Knallbonbons, Lampions, Cotillon-Artikel und Girlanden waren.
Eine umfangreiche Fachbibliothek mit ca. 10.000 Büchern und Broschüren ist Interessenten ebenso zugänglich wie das Zeitungs- und Fotoarchiv. Sonderausstellungen, Vorträge, thematische Führungen wie z.B. durch die historische Altstadt oder zum Kloster Nimbschen sowie Museumsfeste bereichern das kulturelle Leben der Region.
Das Museum besitzt eine umfangreiche museale Sammlung aus den verschiedensten Gebieten der Kulturgeschichte. Damit bietet sich eine Vielfalt an museumspädagogischen Projekten für Schulklassen, wie zu den Themen: Kochen früher, Handwerk und Industrialisierung in Grimma sowie spezielle Themenwanderungen.
Auf seiner Internetseite veröffentlicht das Museum zusammen mit dem Verein „Freundeskreis des Museums Grimma e.V.“ verschiedene stadtgeschichtliche Themen. Es lohnt auch ein Blick auf den Ausstellungsrückblick – hier sind viele stadt-, kultur- und kunstgeschichtliche Themen vertreten.
Verschiedene Sammlungsgegenstände wie Fotos, Grafiken, Gemälde und Sammlungsobjekte veröffentlicht das Museum auf der Plattform „museum digital Sachsen“. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt dabei auf der umfangreichen Plakatsammlung des Hauses. Die Veröffentlichung erfolgt voraussichtlich am Anfang 2025.
Schauen Sie einmal rein!


