Am 28. und 29. April 2026 empfing der Landkreis Leipzig die Partnerregionen des Interreg-Europe-Projekts SIJMA zu ihrem zweiten interregionalen Treffen. Delegationen aus Spanien, Ungarn, Griechenland und Nordmazedonien kamen zusammen, um Erfahrungen zu teilen und neue Ansätze für den Wandel in ehemaligen Kohleregionen zu entwickeln.

Gemeinsam mit dem Aufbauwerk Region Leipzig GmbH gestaltete der Landkreis ein Programm, das Diskussionen mit Einblicken in die Praxis verband. Im Fokus standen Fragen, wie Regionen den wirtschaftlichen Wandel aktiv steuern, Fachkräfte sichern und jungen Menschen Perspektiven eröffnen können.

Stationen des Strukturwandels

Am ersten Tag führten Exkursionen zu zentralen Stationen des Strukturwandels im Landkreis Leipzig. In Borsdorf besuchten die Gäste die Schülergenossenschaft, wo das Zusammenspiel von Schule und Kommune vorgestellt wurde. Am Störmthaler See präsentierte der Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig das Jugendareal als Ort für Beteiligung und Freizeitgestaltung. Ein Blick ins Leipziger Neuseenland verdeutlichte die Entwicklung ehemaliger Tagebaulandschaften zu einer vielfältigen Freizeit- und Wirtschaftsregion. Vertreterinnen der Metropolregion Mitteldeutschland sowie die Strukturwandelkoordinatoren der Landkreise Leipzig und Nordsachsen und der Stadt Leipzig gaben Einblicke in die regionale Zusammenarbeit und bestehende Kooperationsstrukturen. Zudem wurde die Zentraldeponie Cröbern als Beispiel für Flächennachnutzung thematisiert. Den Abschluss bildete der Besuch der FUSE GmbH, die als Projekt des Förderprogramms „Unternehmen Revier“ die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft veranschaulicht.

Workshop im Landratsamt

Am zweiten Tag kam das Projektkonsortium im Landratsamt Borna zusammen. Landrat Henry Graichen und die Zweite Beigeordnete Ines Lüpfert begrüßten die Teilnehmenden. Anschließend berichteten die Partnerregionen, wie sie den Wandel vor Ort gestalten. In einem gemeinsamen Workshop verglichen sie ihre Erfahrungen, benannten zentrale Herausforderungen und prüften, welche Ansätze sich auf andere Regionen übertragen lassen.

Henry Graichen betonte: „Viele Regionen in Europa stehen vor ähnlichen Aufgaben. Der Austausch im Projekt hilft uns, voneinander zu lernen und neue Wege für die Entwicklung unseres Landkreises zu finden.“

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