In Sachsen leiden derzeit ca. 15 % der Dreijährigen an der so genannten Nuckelflaschenkaries. Hauptursache dieser Sonderform der frühkindlichen Karies im Milchgebiss ist das dauerhafte Nuckeln gesüßter oder stark säurehaltiger Getränke aus der Nuckelflasche. Viele der davon betroffenen Kinder müssen in Vollnarkose behandelt werden. Für die kleinen Kinder ist diese Behandlung ein risikoreicher Eingriff, der durch einfache Verhaltensänderungen vermieden werden kann. Aus diesem Grund hat die LAGZ Sachsen e.V. im Rahmen der sachsenweiten Kampagne "Gegen Nuckelflaschenkaries" einen neuen zahnärztlichen Vorsorgepass entwickelt. Ziel ist es, mit Hilfe des Passes frühzeitig den Kontakt zu den Eltern kleiner Babys herzustellen, um die Eltern zur regelmäßigen Zahnpflege mit dem Durchbruch des ersten Zahnes und den regelmäßigen Zahnarztbesuch motivieren. Denn je früher mit der Zahnpflege begonnen wird und die Eltern über zahnschädigende Verhaltensweisen informiert sind, desto eher ist Karies vermeidbar.

Der neue Vorsorgepass gibt einen Überblick über die Entwicklungsstufen der Gebissentwicklung und wertvolle Tipps und Handlungsanleitungen zur Zahnpflege in den jeweiligen Altersgruppen. Darüber hinaus bietet er dem Inhaber des Passes und den betreuenden Zahnärzten die Möglichkeit, die Teilnahme an den jeweiligen Untersuchungen und Maßnahmen bis zum 12. Lebensjahr zu dokumentieren und erinnert gleichzeitig an die nächsten Untersuchungstermine. In Format und Design ist er an das gelbe Kinder-Untersuchungsheft für die Untersuchungen angepasst. Jedes Neugeborene in Sachsen soll zusammen mit dem Kinder-Untersuchungsheft den Zahnärztlichen Vorsorgepass erhalten. Der Pass ist kostenlos bei sächsischen Hebammen, Entbindungskliniken und Krankenhäusern mit geburtshilflichen Abteilungen und der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e.V. erhältlich.

Kontakt: Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e.V. Schützenhöhe 11 01099 Dresden Tel.0351/8066330 Email: Kontakt@LAGZ-Sachsen.de

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Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Petra Klaeffling.