Nach dem heutigen Urteil der Verfassungsrichter ist die Ausgestaltung des Gesetzgebungsverfahrens als rechtmäßig zu bewerten. Auch die Argumentation und die Entscheidung für Borna als Kreissitz des künftigen Landkreises Leipzig wurden nicht beanstandet, da dem Gesetzgeber ein weitgehender Gestaltungsspielraum zusteht.

Die Muldentaler Kreisverwaltung hatte im Auftrag des Kreistages die rechtliche Prüfung des Gesetzes veranlasst. Landrat Dr. Gey, der als ehemaliger Landrat des Muldentalkreises das Verfahren begleitete, sieht diese Auftrag nun als erfüllt an: "Im Vorfeld hatte ich immer gesagt, dass wir nach der rechtlichen Prüfung das Unteil akzeptieren werden, wie immer es auch lauten wird. Auch wenn es jetzt dem Einen oder Anderem schwerfällt, müssen wir nach vor schauen und das Beste daraus machen."