Die LMBV hatte als verantwortlicher Bergbausanierer bei ihrer regulären Überwachung Schäden und Rissbildungen am Böschungssystem des Kanals zwischen Störmthaler und Markkleeberger See nahe der Kanuparkschleuse festgestellt und dies dem Sächsischen Oberbergamt und der Landesdirektion Sachsen förmlich angezeigt sowie den Landkreis Leipzig informiert. Die LMBV hat zudem Sofortmaßnahmen veranlasst, um Gefahren für die geotechnische Sicherheit auszuschließen. Auch soll als weitere Sicherungsmaßnahme Querbauwerke oberhalb und unterhalb des Schleusenbauwerke in den Kanal eingebaut werden.

Untersagung der Nutzung

Wegen dieser baulichen Maßnahmen im Bereich des Störmthaler Kanals und der Gefährdungslage sieht sich der Landkreis Leipzig in der Pflicht, die Nutzung der Gewässer Störmthaler See, Störmthaler Kanal und Markkleeberger See ab sofort zeitlich befristet bis zum Ablauf des 31.05.2021 zu untersagen. Die Untersagung der Gewässernutzung betrifft sämtliche Bootsnutzungen, Baden, Tauchen, Angeln vom Boot aus sowie Wassersportaktivitäten und ist zwingend geboten, um eine Gefahr für Leib und Leben auszuschließen. Die Allgemeinverfügung zur Untersagung jeglicher Nutzung der Gewässer Markkleeberger See, Störmthaler See und Störmthaler Kanal finden Sie im Dokument Download.

Gefahrenlage: Eintrittswahrscheinlichkeit gering, aber Ausmaß erheblich

Die Kanuparkschleuse überwindet die Höhendifferenz von 4 Metern zwischen Markkleeberger See und dem höher gelegenen Störmthaler See. Das für die Gefahrenlage erstellte geotechnische Gutachten zeigt Defizite bei der dauerhaften Standsicherheit der Seitenböschungen und des Schleusenbauwerks auf. Daher sind umgehende Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen um - falls die Kanuparkschleuse als hydraulische Barriere versagt -  den Wasserabfluss vom Störmthaler in den Markkleeberger See zu stoppen. Dass dieser Fall eintritt wird als gering eingeschätzt. Weil aber ein unkontrollierter Abfluss zu Überschwemmungen und starkem Wellenaufbau führen kann, wären die Auswirkungen erheblich.

Über die Querbauwerke oberhalb und unterhalb der Schleuse wird ab dem 29.03.2021 eine temporäre Sicherung geschaffen, so dass nachfolgende Untersuchungen und Maßnahmen risikolos vorbereiten werden können. Aktuell ist davon auszugehen, dass die temporäre Sicherung Ende Mai abgeschlossen ist, so dass zwar nicht die Schleuse selbst aber dann wieder die Seen genutzt werden können. Möglicherwiese ist auch mit zeitweiligen Einschränkungen an den vorhandenen parallel verlaufenden Wirtschaftswegen entlang des Störmthaler Kanals zu rechnen. Aktuelle Informationen finden Sie auch unter https://www.markkleeberger-see.de/download/faq.pdf

In der Informationsveranstaltung am 26.03.2021 im Markleeberger Lindensaal informierten die beteiligten Akteure LMBV, Stadt Markkleeberg, Oberbergamt, Landkreis Leipzig und Planungsverband zu den Hintergründen und den weiteren Verlauf. Im Podium:  Prof. Dr. habil. Andreas Berkner, Regionaler Planungsverband Leipzig-Westsachsen; Karsten Schütze, Stadt Markkleeberg; Henry Graichen Landkreis Leipzig;  Bernd Sablotny LMBV Martin Herrmann, Sächsisches Oberbergamt und Dominik Oberhettinger, Landesdirektion Sachsen

Bilder (Download)

Dokumente (Download)

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Brigitte Laux.