Den Menschen die stationären Einrichtungen leben, soll auch während der Pandemie möglichst viele ihrer Kontakte und ihrer Bewegungsfreiheit erhalten bleiben. Für die Einrichtungen bedeutet dies stets eine Abwägung mit der Pflicht, ihre Bewohner vor einer möglichen Corona-Infektion zu schützen.

Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung müssen die Einrichtungen ein Besuchskonzept erstellen, das Testungen, Hygienemaßnahmen und die Kontaktnachverfolgung ermöglicht, um Besuche und Betretungen sicherzustellen. Das sächsische Sozialministerium hat nun hierzu ein Informationsblatt mit den Eckpunkten für die Besuchskonzepte erarbeitet sowie auch zur Abwägung des Nutzens von Schutzmaßnahmen gegenüber den psychosozialen Folgen für die Bewohner.

Damit sollen die Einrichtungen sicherstellen, dass die Bewohner sowohl Besuche empfangen können als auch die Einrichtung verlassen dürfen. Das heißt insbesondere: 

  • Die Einrichtungen haben grundsätzlich Besuche mindestens 2x wöchentlich an allen Wochentagen inklusive Feiertagen auch innerhalb der Einrichtung sowie auf dem Bewohnerzimmer tagsüber sicherzustellen. 
  • Auch für immobile Bewohnerinnen und Bewohner sind Besuche von Angehörigen und nahestehenden Personen zu ermöglichen. 
  • Bei Besuchen ist die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner (vor allem in deren Zimmer) mit ihren Besuchenden zu wahren. Eine Beaufsichtigung durch Mitarbeitende der Einrichtung während des Besuchs ist nicht durchzuführen. 
  • Die Bewohnerinnen und Bewohner in Heimen dürfen die Einrichtungen verlassen, z. B. um ihre Familien zu besuchen. Sie sind am Tag der Rückkehr von Besuchsaufenthalten gemäß den Hygiene- und Testregelungen zu testen und maximal bis zum Vorliegen eines negativen Wiederholungstests am übernächsten Tag auf ihrem Zimmer zu versorgen. 

Bei den Besuchen ist zu beachten: 

  • Weder Bewohner, Besucher noch Einrichtung stehen unter Quarantäne. Der/die Besuchende dar auch nicht im Kontakt zu einer SARS CoV-2 infizierten Person stehen, bzw. der Kontakt ist länger als 14 Tage her.
  • Die/der Besuchende weist keine Erkältungssymptome auf. 
  • Die/der Besuchende weist das negative Ergebnis eines tagesaktuellen PoC-Antigen-Schnelltests oder eines PCR-Tests, das nicht älter als 48 Stunden sein darf, vor. Selbsttests (Laientests) werden nicht anerkannt. Alternativ führt die Einrichtung einen PoC-Antigen-Schnelltest vor Ort unmittelbar vor Besuch und Aufenthalt durch. 
  • Die/der Besuchende wurde durch die Einrichtung in eine gründliche Basis- und Händehygiene eingewiesen und hat sich vor bzw. unmittelbar nach dem Betreten der Einrichtung die Hände gewaschen oder desinfiziert. 
  • Die/der Besuchende hält zum Bewohner, wo immer möglich, einen Mindestabstand von 1,5 Metern ein und trägt beim Aufenthalt in der Einrichtung und im Kontakt mit der Bewohnerin oder dem Bewohner eine FFP2-Maske oder eine Maske mit vergleichbarem Standard. 

Die Pflicht zum Test, zu zum Tragen einer FFP2-Maske und zum Einhalten von Abständen bleiben trotz erfolgter Impfungen bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besuchenden vorerst bestehen, da eine Übertragung der Infektion noch nicht sicher ausgeschlossen werden kann. 

Angebote nach Impfungen

Zwei Wochen nach abgeschlossener Zweitimpfung und einer Impfquote von 90 Prozent der Bewoh-nerinnen und Bewohner können Besuchsmöglichkeiten in Einrichtungen ohne Ausbruchsgeschehen wieder erweitert und - nach den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort - auch wohnbereichsübergreifende Gruppenangebote sowie Gemeinschaftsveranstaltungen wieder durchgeführt werden. 

Die Angebote und Erleichterungen sind sowohl geimpften als auch ungeimpften Bewohnerinnen und Bewohnern zu ermöglichen. Der Schutz ungeimpfter Bewohnerinnen und Bewohner ist durch die allgemeinen Hygieneregeln und das Hygienekonzept der Einrichtung sicherzustellen. 

Das ausführliche Informationsblatt des Sächsischen Gesundheitsministeriums finden Sie im Dokumente Download.

Dokumente (Download)

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Brigitte Laux.