"Durch die erfolgte Berichterstattung der letzten Tage, sehe ich mich veranlasst, die gute und erfolgreiche Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Geschäftsführung und dem Betriebsrat zu würdigen. Insbesondere nach dem hohen Verlust im Jahr 2018 in Höhe von über 3,7 Mio. EUR arbeitet das Team engagiert daran, die Kliniken auf einen wirtschaftlich positiven Weg zu bringen.", so Henry Graichen.

"Auf Grund eines krankheitsbedingten Mehrausfalls von Mitarbeitern wurde mit dem Ärztlichen Geschäftsführer Dr. Krause, dem zuständigen Chefarzt für Innere Medizin Wurzen, dem Chefarzt der Chirurgie Wurzen als auch der Pflegedienstleitung gemeinsam die Entscheidung getroffen, die Station Innere 2 ab dem 1. Oktober 2019 vorübergehend außer Betrieb zu nehmen. Insgesamt sind von unseren 45 Pflegekräften der drei internistischen Stationen in Wurzen 10 Mitarbeiter krankheitsbedingt kurz- als auch langfristig ausgefallen und stehen somit der Patientenversorgung nicht zur Verfügung." stellt der Geschäftsführer, Mike Schuffenhauer, sachlich klar.

Um den Versorgungsauftrag auf Grund des vorgenannten Mehrausfalls für alle Patienten aus und um Wurzen sicherzustellen, wurden und werden internistische Patienten auf die nicht ausgelasteten Stationen Innere Medizin 1 und die Station Chirurgie in Wurzen verteilt. Dies ist kein neues Verfahren, sondern eine seit Jahren gelebte Praxis in Wurzen als auch in Grimma, um belegungsärmere Zeiten zu nutzen, um den Mitarbeitern Überstundenabbau und Urlaub zu gewähren. Insoweit war und ist die Patientenversorgung in Wurzen zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Diese Vorgehensweise ist mit dem Betriebsrat der Muldentalkliniken abgestimmt. Zum heutigen Zeitpunkt ist beabsichtigt, die Station Innere 2 in Wurzen zum 1. Dezember 2019 wieder zu öffnen, sofern keine weiteren ungeplanten Personalausfälle eintreten. Außerdem wurde die befristete Schließung der Station dazu genutzt, um kleinere Instandhaltungsarbeiten durchzuführen, welche im laufenden Betrieb nicht möglich gewesen wären.

Henry Graichen erläutert zur wirtschaftlichen Lage der Muldentalklinken: "Dass die Muldentalkliniken wirtschaftlich herausfordernde Zeiten gehabt haben, wurde offen und transparent kommuniziert. Wichtige Maßnahmen zur wirtschaftlichen Konsolidierung der Unternehmensgruppe wurden bereits eingeleitet und zeigen erste Wirkungen. Gerade vor diesem Hintergrund erfolgt unsererseits die Personalplanung eher vorsichtig und verantwortungsvoll. Insgesamt konnten so in den ersten drei Quartalen 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 430 Bewertungsrelationen mit einem Abrechnungsvolumen von 1,52 Mio. EUR mehr erlöst werden, was sich positiv auf das Unternehmensergebnis auswirkt." Weitere wichtige Schritte werden nun mit dem Aufsichtsrat, der Pflegedienstleitung und allen Chefärztinnen und Chefärzten besprochen.

"Die aktuelle Gesetzgebung wird weitere Herausforderungen, aber auch Chancen für unser Unternehmen Muldentalkliniken bedeuten.", erläutert Mike Schuffenhauer.

Zu dem nunmehr weiter ausgeweiteten Instrument der Pflegepersonaluntergrenzenverordnung (PpUGV) kommt die personelle Verknappung durch reglementierende tarifvertragliche Regelungen. Erschwerend wird sich auch die geplante Ausweitung von Mindestmengen bei bestimmten Operationen bei einer sich abzeichnenden Verschärfung von fachärztlichen Standards auswirken.

Durchaus positiv dagegen ist, dass ab dem 1. Januar 2020 die Pflegepersonalkosten von den Krankenkassen voll finanziert werden. Allerdings ist noch nicht abschließend geklärt, ob dies auf alle von den Muldentalkliniken geforderten Pflegepersonalstellen zutreffen wird.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Konstanze Morgenroth.