Mit dem Projekt "Impfbus" geht Sachsen neue Wege, um die Aufklärung von Erwachsenen und Jugendlichen zu verbessern und leicht zugänglich Impfungen anzubieten. Das Impfbusprojekt soll Informationen zu Infektionskrankheiten und zum Impfen liefern, aber auch anregen, sich über den eigenen Impfstatus Gedanken zu machen und sich aktiv fürs Impfen zu entscheiden.

"Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestehen leider oft Impflücken, sie haben selten Arztkontakte, die zum Impfen genutzt werden könnten. Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, diese Altersgruppe zu erreichen", betonte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Der Impfbus macht Mai und Juni auch im Landkreis Leipzig Halt:

  • 15.-17.05.2019 BSZ Grimma,
  • 27-29.05.2019 BSZ Böhlen,
  • 22.06.2019 auf dem Familientag in Wurzen.

Interessierte Berufsschüler und Lehrer können auf Wunsch ihre Impfausweise kontrollieren lassen. Fehlende Impfungen werden notiert oder gleich angeboten. Zudem sollen die Schüler und Auszubildenden auf seriöse Quellen zum Thema Impfen hingewiesen werden. "Im heutigen Überangebot an Informationen und Daten sind oft unwahre Thesen und lange widerlegte Behauptungen zu finden. Das macht es denjenigen schwer, die sich informieren möchten, sich eine sachgerechte und fundierte Meinung zu bilden", so die Ministerin weiter.

Sowohl die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, als auch das Robert Koch- und das Paul-Ehrlich-Institut bieten auf ihren Internetseiten umfangreiche Informationen und Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Impfen.

Zeitgleich zum Impfbusprojekts startet in Sachsen auch eine Online-Umfrage zum Thema Impfen. Ziel ist es, die Einstellung der Menschen in Sachsen zum Impfen kennenzulernen. Es handelt sich dabei um die zweite Umfrage dieser Art. Im Jahr 2016 hatte die erste Befragung bereits aufgezeigt, bei welchen Zielgruppen Maßnahmen ansetzen müssen. Das Impfbusprojekt mit jungen Erwachsenen als Adressaten ist eines der Ergebnisse dieser ersten Umfrage. Die Umfrage ist unter dem folgenden Link zu finden:  www.gesunde.sachsen.de/umfrage

Die Gesundheitsministerin setzt sich außerdem für eine Impfpflicht gegen Masern vor Kita-Aufnahme ein, sobald die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen auf Bundesebene dafür geschaffen wurden. Die Entscheidung, impfen zu gehen oder nicht, sei keine reine Privatsache. Es gehe immer auch um die Gesundheit und den Schutz der Menschen in unserer Umgebung wie andere Kinder in der Kitagruppe oder der Schulklasse die nicht geimpft werden können, Säuglinge, ältere Personen oder chronisch Kranke.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Brigitte Laux.