Bereits am vergangenen Freitag (13.04.2018) wurden in einem Ortsteil von Wurzen fünf gerissene Schafe aufgefunden. Da die Situation vor Ort stark auf einen Wolf als Verursacher deutete, wurden die toten Tiere zur weiteren Untersuchung in die Landesuntersuchungsanstalt gebracht. Die Dokumentation des Vorfalls wurde zudem an das Institut für Wolfmonitoring und -forschung übergeben. Erste Ergebnisse der Bissspuren lassen auf einen Wolf oder einen großen Hund schließen. Eindeutige Nachweise aus der DNA-Beprobung stehen noch aus.

Für Menschen sind Wölfe nahezu ungefährlich, da diese sich aufgrund ihrer natürlichen Scheu den Menschen in der Regel nicht nähern.

Der Landkreis Leipzig bittet allerdings die ansässigen Tierhalter, sich auf die Anwesenheit von Wölfen einzustellen und die entsprechenden Vorkehrungen zum Schutz ihrer Tiere zu treffen. Vor allem Schaf- und Ziegenhalter, sowie Betreiber von Wildgattern sollten Vorkehrungen für den Schutz ihrer Tiere treffen. Diese Tierarten werden am häufigsten von Wölfen gerissen, da sie gut ins Beuteschema passen. Wölfe unterscheiden nicht zwischen Wild- und Nutztier. Daher ist es wichtig, dem Wolf den Zugang zu den Nutztieren zu erschweren.

Anlässlich der bevorstehenden Weidesaison sollte jeder Tierhalter seine Herdenschutzmaßnahmen überprüfen und ggf. verbessern. Diese Maßnahmen garantieren zwar keinen 100%igen Schutz, können jedoch Übergriffe durch den Wolf effektiv reduzieren.

Wirkungsvolle Schutzmaßnahmen, die sich gemäß den hiesigen sowie internationalen Erfahrungen in vielen Fällen als bewährt erwiesen haben und Ansprechpartner finden Sie im Download.

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Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Konstanze Morgenroth.