Was lange währt - führt zum Ergebnis! Am 24. April 2017 wurden zwei wichtige Vereinbarungen zur Umsetzung des lang geplanten Radweges Grimma-Borna unterzeichnet.

Zu Beginn der Veranstaltung bedankte sich Landrat Henry Graichen bei allen Beteiligten, dass die Vereinbarung nun unterschriftsreif vorliegt. "Der Radweg Grimma-Borna wird einen touristischen Mehrwert auch über die Region hinaus haben" ist sich der Landrat sicher.

Die Vorplanung für den Streckenverlauf der Radroutenverbindung zwischen Grimma und Borna liegt bereits seit 2011 vor und wurde aus Mitteln der Anschubfinanzierung durch den Landkreis Leipzig finanziert. Die Federführung der Vorplanung übernahm die Stadt Borna. Nun haben sich Grimma, Bad Lausick, Frohburg, Kitzscher und Borna als Beteiligte zum vorgeschlagen Routenverlauf und dessen Umsetzung bekannt.

Eine besondere Herausforderung bot der Abschnitt zwischen Bad Lausick und Flößberg. Hier waren umfangreiche Abstimmungen zur Unterhaltung und zum Grunderwerb durch die beteiligten Kommunen sowie die Zustimmung der jeweiligen Stadträte erforderlich. Dieser Abschnitt wird künftig den Radverkehr der B 176 zwischen Bad Lausick und Flößberg aufnehmen für den die Radverkehrskonzeption Sachsen die höchste Priorität ausweist. Er wird auf der ehemaligen Querbahnstrecke als Alternativstrecke für einen straßenbegleitenden Radweg errichtet und soll aus Bundesmitteln finanziert werden.

Die entsprechende Vereinbarung regelt die Planung, den Bau, den Grunderwerb und die Finanzierung des Radweges zwischen Flößberg und Bad Lausick und wird vom Freistaat Sachsen, dem Landkreis Leipzig sowie die beiden Städte Frohburg und Bad Lausick unterzeichnet. Im Ergebnis übernimmt der Landkreis Leipzig den Bau des Abschnittes auf dem ehemaligen Bahndamm auf der Grundlage einer Vereinbarung mit dem LASuV. Die Kosten für Bau, Planung und Wegweisung trägt der Bund.

Zur Umsetzung der gesamten Radverbindung zwischen Grimma und Borna wird zusätzlich eine Rahmenvereinbarung zwischen allen fünf beteiligten Kommunen, dem Freistaat Sachsen, dem Landkreis Leipzig, dem Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland e.V. und der LTM GmbH-Region Leipzig als Vermarkter abgeschlossen. In dieser Vereinbarung bekunden alle Beteiligten ihr generelles Interesse diese Radverbindung umzusetzen. Die Vertragspartner realisieren entsprechend ihrer Zuständigkeit die bauliche Umsetzung in eigener Verantwortung. Die Richtlinie zur Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger unterstützt die Kommunen in ihrem Vorhaben.

 Streckenverlauf aus der Vorplanung

Schwerpunkt der Untersuchung bildete die Nachnutzung der ehemaligen Bahntrasse zwischen Großbothen und Borna, die folgende Vorteile aufweist:

·         Keine Neutrassierung und Inanspruchnahme von landwirtschaftlich genutzten Flächen, damit kein Flächenverbrauch

·         Für den Radverkehr günstige geringe Steigungen und große Kurvenradien

·         Trasse abseits von Hauptverkehrsstraßen mit hohen Schall- und Abgas-Emissionen

·         Landschaftlich schöne Lage und direkte Verbindung zur Natur

·         Vermarktungsfähigkeit des Themas "Bahn" mit weiterer Verbindung mit Muldental-Bahnradweg über Grimma nach Wurzen

·         Wenige einzelne Grundstückseigentümer, hier hauptsächlich die Deutsche Bahn und die Kommunen

·         Vernetzung mit bereits ausgewiesenen Regionalen Hauptradrouten des "SachsenNetz Rad", wie "Altenburg-Colditz-Radroute" und "Neuseenland-Radroute" mit dem Radfernweg "Mulderadweg". In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere Verbindung, z.B. zur "Wyhratal-Radroute", dem "Pleißeradweg" oder der "Parthe-Mulde-Radroute".

 

Im Ergebnis der Untersuchung ist folgender Trassenverlauf mit ca. 33 km Länge vorgesehen:

·         Parallelführung auf dem "Mulderadweg" von Grimma bis Kleinbothen - Abzweig vom Mulderadweg bei Kleinbothen - Ortslage Großbothen

·         Ortsverbindungsstraße Großbothen - Glasten

·         Bahndamm Glasten bis Bad Lausick - Stadtgebiet Bad Lausick

·         Bahndamm Bad Lausick - Heinersdorf - Querung OVS Beucha - Flößberg

·         Forstwege im Großen Fürstenholz und Wirtschaftsweg nach Kitzscher

·         Straßenbegleitender Radweg an der S 50 von Kitzscher über Dittmannsdorf zur B 176 - Radweg nach Borna (Nordufer Bockwitzer See)

 

Die Radverbindung zwischen "Grimma-Borna" ist als "Entwicklungspotenzial im SachsenNetz Rad" Bestandteil der "Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen 2014" und soll nach Realisierung als Regionale Hauptradroute aufgenommen werden.

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Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Konstanze Morgenroth.