Zum 31.12.2015 waren im Landkreis Leipzig insgesamt 2.656 Asylbewerber untergebracht, davon mehr als die Hälfte in Wohnungen. Da die Unterbringung in Wohnungen in der Regel für weniger Konflikte sorgt, soll die Quote hier konstant hoch gehalten werden. Allerdings ist der Organisationsaufwand hier höher, so dass in Zeiten sehr hoher Zuweisungszahlen verstärkt Gemeinschaftseinrichtungen und Notunterkünfte zum Zuge kommen müssen, um die Menschen schnell unter zu bringen.

Unterbringung in Heimen

In den mittlerweile 12 Gemeinschaftsunterkünften und zwei Turnhallen lebten zum Jahresende 1.296 Menschen, darunter 324 Kinder und Jugendliche. Neben den vier Altunterkünften in Thräna, Hopfgarten, Elbisbach und Bahren mit eine Gesamtkapazität von etwa 370 Plätzen, die bereits seit langen Jahren existieren kam Ende 2013 eine Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Rötha hinzu. Im Laufe des Jahres 2015 folgten Unterkünfte in Regis, Naunhof, Borna, Grimma und Beucha. Außer einer Unterkunft in Borna mit 280 Plätzen, sind die Einrichtungen auf 40 bis 160 Plätze ausgelegt. Vorübergehend wurden auch 44 Personen in der Jugendherberge in Buchheim untergebracht, die mittlerweile in Wohnungen umziehen konnten. Ende 2015 und in der ersten Januarwoche 2016 mussten auch die Turnhallen der Berufsschulzentren in Grimma und Böhlen als Notunterkunft für je 160 Personen hergerichtet werden. Die Turnhallen sollen spätestens nach drei Monaten wieder geräumt werden, so dass sie für den Schul- und Vereinssport wieder frei sind.

Unterbringung in Wohnungen

Mittlerweile leben auch in fast jeder Stadt und Gemeinde im Landkreis auch Asylbewerber und Flüchtlinge in Wohnungen. Der Landkreis hat dafür selbst bzw. über einen Dritten insgesamt 515 Wohnungen angemietet. In den Wohnungen leben überwiegend Familien. Zum Jahresende waren dies 873 Erwachsene und 487 Kinder und Jugendliche.

Herkunftsländer

760 der hier lebenden Flüchtlinge  stammten aus Syrien und 412 Personen aus Afghanistan. Aus dem Irak stammen 204 Personen und weitere 196 Menschen aus Pakistan. Es folgen die russische Föderation aus der 120 Menschen stammen sowie Libyen mit 106 Personen. Etwa 307  Personen stammen aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten, insgesamt 151 Personen aus Tunesien, Marokko und Algerien.  

Ausblick

Aktuell liegen lediglich unverbindliche Orientierungszahlen des Freistaates vor, die davon ausgehen, dass 2016 etwa 51.000 neue Asylbewerber in Sachsen eintreffen werden. Das bedeutet, dass sich der Landkreis auf einen Zugang von etwa 70 Personen pro Woche vorbereitet. Es wird demnach auch 2016 einen weiteren Bedarf an Gemeinschaftsunterkünften geben.  Aktuell in der Planung bis März sind z.B. Modulbauobjekte in Borsdorf und Großpösna sowie je ein Hotel in Markranstädt und Böhlen.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Brigitte Laux.