Die diesjährigen Preisträger sind das Schloß Altranstädt mit dem Förderverein Schloss Altranstädt e.V. und die Gedenkstätte Flößberg mit der Geschichtswerkstatt Flößberg e.V. sowie dem Förderverein Gedenkstätte Flößberg e.V.

Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung zeichnet in diesem Jahr zwei Politische Orte im Landkreis Leipzig aus. Die Jury, bestehend aus einem Vertreter des Kuratoriums, einer Vertreterin des Landkreises Leipzig für die Region sowie einer Vertreterin der Landeszentrale, wählte in ihrer Sitzung am 26. August 2015 in Grimma das Schloß Altranstädt mit dem Förderverein Schloss Altranstädt e.V. und die Gedenkstätte Flößberg mit der Geschichtswerkstatt Flößberg e.V. sowie dem Förderverein Gedenkstätte Flößberg e.V. aus den Bewerbern als Preisträger.

Zentrale Entscheidungskriterien für beide Orte waren ihre politische und historische Bedeutung, die dort geleistete politische und ehrenamtliche Bildungsarbeit sowie der Umstand, dass beide Orte dazu anregen, Verantwortung für ihr gesellschaftliches Umfeld zu übernehmen.

Schloss Altranstädt war das Hauptquartier des Schwedischen Königs Carl VII. Damit verbunden ist der Friedenschluß 1706 und der 1707 die Altranstädter Konvention welche die Glaubensfreiheiten für die schlesischen Protestanten garantierte und bedeutenden Einfluß auf die Nutzung und Neuerrichtung von Kirchenbauten in Schlesien hatte.

Die Gedenkstätte Flößberg erinnert an das KZ-Außenlager von Buchenwald mit einer Produktionsstätte, Baracken und einem Häftlingsfriedhof nahe der Gemeinde Frohburg.

Überreicht werden die Preise an den beiden prämierten Politischen Orten. In Altranstädt erfolgt die Preisverleihung im Rahmen des Schoßfestes am 20.September. Der Termin für Flößberg wird noch geplant. Wir werden Sie darüber informieren.

 

Hintergrund:

Politische Orte

Demokratie braucht politische Beteiligung. Mit dem Projekt "Politische Orte in Sachsen" will die Landeszentrale auf die Bedeutung politischer Beteiligung hinweisen und dazu einladen.

Politisch wird es, wenn Menschen Regeln für ihr öffentliches Zusammenleben aushandeln. Das geschieht nicht nur in Brüssel, Berlin oder Dresden. Auch die Lausitz, das Elbland, das Vogtland oder das Erzgebirge sind und waren Schauplätze politischer Ereignisse. An manchen Orten nahmen Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand, schlossen oder brachen den Frieden, schrieben Verfassungen, gründeten eine Volksbücherei, wurden verfolgt oder vor Verfolgung geschützt… Auch in der Gegenwart finden sich zahlreiche Orte, wo sich Menschen politisch beteiligen oder sich mit politisch-historischer Bildung befassen. Solche Politischen Orte sucht die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung.

In allen sächsischen Landkreisen wird die Landeszentrale jeweils zwei Politische Orte auswählen und sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Die Landeszentrale prämiert ausgewählte Politische Orte mit je 2.000 € und vereinbart eine dreijährige Kooperation bei gemeinsamen Veranstaltungen und Projekten.

2015 suchte die Landeszentrale zwei politische Orte im Landkreis Leipzig.

Preisträger des letzten Jahres im Landkreis Görlitz waren:

Die Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V und die Gedenkstätte Großschweidnitz e.V.

Projektinformationen: www.politische-orte.de

Ansprechpartner: Stefan Zinnow, 0351 8531822, stefan.zinnow@slpb.smk.sachsen.de

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Konstanze Morgenroth.