Über das Projekt 50plus wurden im Kommunalen Jobcenter des Landkreis Leipzig insgesamt 904 lebensältere Kunden betreut. Dabei gelang es 210 Menschen in eine Beschäftigung zu vermitteln. Im Gesamtpakt (Jobcenter Leipzig, Jobcenter Nordsachsen und KJC) wurden im letzten Jahr insgesamt 5.510 Kunden betreut, von denen wiederum 1.238 in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt wurden. Insgesamt konnten von Beginn des Projektes 2011 bis Ende 2014 4.809 Programmteilnehmer integriert werden, 876 davon im Landkreis. Das Projekt Mehrwert 50plus ist ein Sonderprojekt zur Vermittlung lebensälterer arbeitsuchender Menschen und unterstützt sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer bei der
  • Stärkung und Weiterentwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen,
  • gezielte Vorbereitung und unterstützende Maßnahmen für die Aufnahme einer Beschäftigung auf dem ersten, Arbeitsmarkt.
  • dauerhafte Integration älterer Arbeitsuchender.
Über den Internetauftritt des Projekts unter www.mehrwert50plus.de haben Arbeitgeber die Möglichkeit, sich selbst vorab einen Eindruck von potenzielle Bewerberinnen und Bewerber zu machen.


Evaluation bescheinigt Mehrwert 50plus hohe Zufriedenheit

Seit 2011 evaluiert ARBEIT UND LEBEN Sachsen die Arbeit des Beschäftigungspaktes Mehrwert 50plus. Bisher wurden insgesamt 2.532 qualitative und quantitative Befragungen von aktuellen und ehemaligen Arbeitslosen, die im Rahmen von Mehrwert 50plus betreut wurden, ausgewertet. Außerdem wurden 364 Unternehmen befragt, bei denen ältere Langzeitarbeitslose eine Beschäftigung erhalten haben.

Aktuell zeigen sich 61,1 % der Teilnehmenden zufrieden mit der Arbeit der Jobcenter. 28,3 % sind unentschlossen. Lediglich 10,6 % gaben an, mit dem Jobcenter unzufrieden zu sein. Der regelmäßige Kontakt zu den Fachkräften der Jobcenter wird dabei besonders positiv gewertet. Die Zufriedenheit ist im Verlauf der Jahre 2011 bis 2014 dabei deutlich gestiegen, stellt Stefan Grande als Evaluationsleiter von ARBEIT UND LEBEN fest. Teilnehmende die bereits ein Arbeitsverhältnis aufgenommen haben, schätzen unter den freiwilligen Angeboten des Beschäftigungspaktes insbesondere Qualifizierungsinhalte, die inhaltliche Relevanz für die Arbeit besitzen. Somit werden Praktika, berufliche Weiterbildungen und PC-Kurse von ihnen überdurchschnittlich gut bewertet.

Teilnehmende, die noch keine Arbeitsstelle gefunden haben und über einen längeren Zeitraum arbeitslos sind, schätzen im Durchschnitt hingegen die Angebote zur Orientierung, zur Bewerbung sowie zur allgemeinen Lebenshilfe besser ein. Gerade individuelle Angebote sind sehr beliebt. Darunter fallen auch und vor allem die Arbeit mit Psychologen und Sozialpädagogen. Das größte Hindernis für eine gelungene Integration in die Arbeitswelt ist aus Sicht der Unternehmen Langzeitarbeitslosigkeit. Zudem wirkt sich die Dauer der Arbeitslosigkeit negativ auf das psychische Wohlbefinden (gemessen mit dem Index WHO-5) und die subjektiv eingeschätzten Berufschancen aus. Hingegen stellt das Lebensalter aus Sicht der befragten Unternehmen in der Regel kein Hinderungsgrund für eine Arbeitsaufnahme dar.

Bei Finden eines Arbeitsverhältnisses ist der am meisten Erfolg versprechende Weg der Weg der Empfehlung. Für viele Arbeitgeber sind die Empfehlungen wichtige Faktoren ihrer Entscheidungsgrundlage zugunsten der Bewerber, mitunter werden solche Empfehlungen ausdrücklich gewünscht. Unternehmen, welche Teilnehmende aus dem Pakt eingestellt haben, sehen Empfehlungen der Jobcenter-Fachkräfte und der an der Qualifizierung beteiligten Träger regelmäßig auf einem der vorderen Plätze der ausschlaggebenden Faktoren für eine Einstellungsentscheidung. Auch die Befragten, die ein Arbeitsverhältnis aufgenommen haben, sehen die Empfehlung durch die Fachkräfte der Jobcenter und der beteiligten Träger an den Arbeitgeber als wichtigen Erfolgsgrund für die Einstellung an. Der Stellenwert der Hilfe bei der Stellensuche durch Fachkräfte in den Jobcentern ist in der Laufzeit des Projektes deutlich gestiegen. Diese Unterstützung ist aus Sicht der Teilnehmenden, die Beschäftigungsverhältnisse aufgenommen haben, ein wichtiger Faktor für den Integrationserfolg. www.arbeitundleben.eu www.mehrwert50plus.de

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Brigitte Laux.