Freiwillige Helfer sollten nach dem Rückzug des Hochwassers neben dem Wunsch beim Aufräumen zu helfen, auch an den eigenen Schutz denken.

Es wird geraten, sich bei den Aufräumarbeiten durch geeignete Kleidung wie Gummistiefel, wasserdichte Handschuhe und wasserabweisende Kleidung zu schützen. Bei großer Staubbelastung kann auch ein Mundschutz erforderlich sein. Gut ist wirksamer Impfschutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus). Das Risiko zu Hepatits A wird als nicht sehr hoch eingeschätzt, die Impfung kann aber vorgenommen werden und wird i.d.R. von den Kassen übernommen. Es empfiehlt sich, insbesondere vor der Zubereitung und dem Verzehr von Lebensmitteln sowie dem Rauchen sorgfältig die Hände zu waschen.

Weitere Hinweise:
Abwehrgeschwächte Personen, Kinder und Personen mit offenen Wunden sollten an Aufräumaktionen nicht teilnehmen. Überflutete Gärten sind möglichst schnell umzugraben, zunächst sensible Bereiche wie Hof- und Vorgärten, später der gesamte Garten. Mit dieser Maßnahme wird gleichzeitig die Geruchsbelästigung gemindert. Kinder sollten mit diesem Boden/Sand nicht spielen. Lebensmittel, die mit Hochwasser in Verbindung gekommen sind und nicht wasserdicht verpackt waren, dürfen nicht verzehrt werden. Das gilt auch für Obst und Gemüse aus dem Garten bzw. Keller. Wasser zum Trinken, zum Kochen, zur Körperreinigung, zum Wäschewaschen bzw. Geschirrspülen muss auf jeden Fall Trinkwasserqualität haben. Bitte beachten Sie die örtlichen Hinweise! Verunreinigte Kleidung nach einer ersten groben Säuberung bei mindestens 60°C mit Vollwaschmittel in der Maschine waschen.

Beim Auftreten von Krankheitszeichen, insbesondere Durchfall, Erbrechen, Fieber sowie bei Verletzungen ist ein Arzt aufzusuchen.

Zu den Fragen der Versicherung können Sie sich bei der UNFALLKASSE SACHSEN informieren unter: www.unfallkassesachsen.de

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Susan Balmer.