Die örtliche Einsatzleitung im Bereich Wurzen wurde auf das Gelände des THW verlegt. Die Dämme werden aufgegeben, es wird sich auf die Menschenrettung konzentriert. Der Damm bei Nitzschka wurde unterspült, die Ortschaft teilweise evakuiert. In Bennewitz wurde der Dammbereich Schmölen aufgegeben.

Frohburg beschränkt sich nur noch auf Menschenrettung, Evakuierung wird vorbereitet. Die Evakuierung von Borna OT Thräna (40 Personen) wurde abgeschlossen. Die Betroffenen wurden in einer Schule in Borna untergebracht. Die im Dorf verbleibenden Bürger werden durch die Stadt aufgeklärt.

In Elstertrebnitz wird das Wehr Eisenmühle zum Problem. Es kann das Wasser nicht mehr halten und eine weitere Welle würde Wasser in Häuser drücken. Die Evakuierung von über 10 Häusern wird wahrscheinlich. Die Ortslage Weideroda wird kontrolliert, derzeit besteht kein Handlungsbedarf. Die Lage in Pegau erscheint stabil.

Der Kriesenstab von Borna wurde einberufen. Für den Einzugsbereich der Wyhra ist die Alarmstufe 4 eingetreten. Es wird ein neuer Einsatzabschnitt gebildet, welcher den Einzugsbereich der Wyhra umfasst. Standort der Einsatzleitung wird Borna sein. Es wurde in Borna, Zedtlitz, Neukirchen, Plateka, Frohburg, Benndorf, Frauendorf, Streitwald und Wyhra Katastrophenalarm ausgelöst.

Eine Feuerwehr-Bereitschaft aus Brandenburg mit 23 Feuerwehr-Fahrzeugen wird zur Stadt Borna entsandt.

Für eventuelle Stromausfälle rückt das THW mit 200 Kräften und mehreren Stromaggregaten (darunter 2 x 200 kVA) an.

Am Kreiskrankenhaus Grimma wird ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet und durch die Feuerwehr gesichert.

Aufgrund der zu erwarteten Wassermassen müssen die Ortschaften Sermuth und Erlln bis Montagabend geräumt werden.