Nachdem die Pegel der weißen Elster und der Mulde am späteren Abend gleichbleibend bzw. sinkend waren, befand sich um diese Zeit der höchste Wasserstand der Elster an der Meßstelle Zeitz. Davon ausgehend, dass es mehrere Stunden dauert, bis dieser Pegel in Pegau eintrifft, richteten sich die Einsatzkräfte im Einsatzgebiet Pegau entsprechend ein.

An der Pegauer Probsteisiedlung wurde ein Einfamilienhaus mittels einer Sandsack-Barriere geschützt, während an der anderen Seite dieser Siedlung die Einsatzkräfte das Steigen des Wassers unter einer Brücke genau beobachten. Dort befindet sich unter dieser Brücke eine Gas-Versorgungsleitung, welche - wenn der Wasserstand weiter steigen sollte - durch Treibgut gefährdet werden könnte. Die Gasversorger sichert aber ein schnelles Abschalten der Leitung im Bedarfsfalle zu.

Elstertrebnitz wird von den Einsatzkräften ebenfalls regelmäßig überprüft, da Wasser von der Elster in Richtung der Bundestraße 2 drängt und diese an dieser Stelle zum Teil als schützender Damm wirkt. Eine Evakuierung war in Pegau und Umgebung bislang noch nicht notwendig, ist aber vorbereitet. Es wurden genügend Kräfte und Mittel in die entsprechenden Bereitstellungsräume in Pegau alarmiert, um in Ernstfall sofort handeln zu können. Derzeit wird der Einsatzabschnitt Mulde wieder aktiviert, da die Pegel im Bereich Colditz erneut ansteigen.

Für die Technische Einsatzleitung, Bereich S 5, Michael Röder

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Brigitte Laux.