Unter dem Titel "Kinderschutz in Sachsen – Stand und Ausblick" fand am 25. August die vierte Landesfachtagung der "Netzwerke für Kinderschutz – Pro Kind Sachsen" statt.

In dem abwechslungsreichen Programm haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landesfachtages Antworten auf die Fragen "Was haben wir mit der Netzwerkarbeit bisher erreicht?", "Was ist gelungen?", "Was konnte von den Maßnahmen des sächsischen Handlungskonzeptes bisher umgesetzt werden?" erhalten. Gute Beispiele aus der Praxis sind schließlich der "goldene Schlüssel", wie eine effektive Netzwerkarbeit aussehen kann und welche Schwierigkeiten es zu überwinden gilt.

Kinderschutz hat in Sachsen auch in Zukunft eine hohe Priorität - wenngleich unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen. Frau Regina Kraushaar, Abteilungsleiterin des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz, gab sich "sehr zuversichtlich", dass einer Weiterführung der Netzwerke auch für das Jahr 2011 und 2012 nichts im Wege steht. Der professionsübergreifende Austausch kann dafür wichtige Impulse setzen, um auch künftig Kindeswohlgefährdungen, Misshandlungen oder gar Kindstötungen zu verhindern.

Der "goldene Schlüssel" - im Sinne eines effektiven Kinderschutz - fand auch nach der Mittagspause in einem Theaterstück zur Suchtprävention von Jugendlichen weiter Beachtung und setzte sich bis zu den Fachforen und den verschiedenen Themeninseln fort. Hier hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mehr über Angebote und Initiativen der regionalen Netzwerke für Kinderschutz und Frühe Hilfen in Sachsen zu erfahren und mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch zu kommen.

Unter dem Motto: "Zur Erziehung eines Kindes bedarf es eines ganzen Dorfes" präsentierte sich das Netzwerk für Kinderschutz des Landkreises Leipzig in einer Themeninsel. Das Netzwerk für Kinderschutz im Landkreis Leipzig hat damit Erfahrung und das "Dorf an Bord". Ebenso wird dies zum Schutz eines Kindes benötigt. Im Ergebnis bietet das Netzwerk viele Beispiele für eine gelingende Zusammenarbeit zum Schutz des Kindes. Wie es praktisch umgesetzt wird, zeigten Frau Thomas (Koordinatorin des Netzwerkes für Kinderschutz) und Frau Haase (Familienbegleiterin) stellvertretend für alle im Netzwerk vertretenen Professionen des Landkreises Leipzig.

Der zukünftigen Weiterentwicklung, dem Ausbau und der Verstetigung des Netzwerkes für Kinderschutz im Landkreis Leipzig muss daher perspektivisch alle Aufmerksamkeit gelten. Netzwerke müssen stabil bleiben, wenn sich langfristig optimale Rahmenbedingungen für den Kinderschutz etablieren sollen.

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