Information für Inhaber von ablaufenden Schengen-Visa (Stand: 23.06.2020)

Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat eine Rechtsverordnung erlassen (seit 10.04.2020 in Kraft), mit der die Fälle ablaufender Schengen-Visa geregelt werden. Diese „Verordnung zur vorübergehenden Befreiung von Inhabern ablaufender Schengen-Visa vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels auf Grund der COVID-19-Pandemie (SchengenVisaCOVID-19-V) ist ab 10.04.2020 in Kraft getreten. Mit dieser Verordnung werden die Inhaber ablaufender Schengen-Visa bis zum 30. Juni 2020 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit.

Durch die 2. Schengen-COVID-19-Pandemie-Verordnung (2. Schengen-COVID-19-V) wurde die o.g. Regelung bis zum Ablauf des 30. September 2020 verlängert.

Dies bedeutet, dass Sie sich als Inhaber eines solchen ablaufenden Schengen-Visums auch über die Gültigkeit des Visums hinaus bis längstens 30.09.2020 in der BRD legal aufhalten können. Eine gesonderte Prüfung und Bescheinigung unserer Behörde ist daher nicht notwendig.

Diese Verordnung setzt voraus, dass Sie

  • sich am 17. März 2020 mit einem gültigen Schengen-Visum in der BRD aufgehalten haben oder
  • nach dem 17. März 2020 mit einem gültigen Schengen-Visum in die BRD eingereist sind und
  • die sich jeweils am 30. Juni 2020 im Bundesgebiet aufhalten.

Darüber hinaus wird generell vorausgesetzt, dass Sie

  • weiterhin alles Ihnen Mögliche unternehmen, um schnellstmöglich aus der BRD und dem Schengen-Raum ausreisen
  • die allgemeinen Voraussetzungen für einen Aufenthalt mit Schengen-Visum auch nach Ablauf des Visums bis zur Ausreise erfüllen (Art. 6 Verordnung (EU) 2016/399 Schengener Grenzkodex)

Die 2. Schengen-COVID-19-V zum Ausdrucken für Ihre Unterlagen finden Sie hier(PDF, 157 kB).

 

Achtung – Ende der Regelung am 30.09.2020!

Nach aktuellen Informationen wird es keine Verlängerung der 2. Schengen-COVID-19-V über den 30.09.2020 hinaus geben. Die internationalen Reisemöglichkeiten haben sich insgesamt erheblich verbessert. Ein Einreiseverbot für eigene Staatsangehörige gibt es nach den verfügbaren Informationen derzeit in keinem Staat mehr. Grundsätzlich ist deshalb davon auszugehen, dass den Betroffenen bis Ende September 2020 eine Rückkehr in ihre Heimatstaaten möglich ist und die Ausreise bis zum 30.09.2020 erfolgt.


Sollte sich im Einzelfall trotzdem eine Verzögerung Ihrer Ausreise abzeichnen, müssen Sie sich rechtzeitig unter Angabe der Gründe für die Verzögerung und des konkreten Ausreisetermins an das Ausländeramt wenden. Nutzen Sie hierfür zunächst den Kontakt per E-Mail über statusangelegenheiten@lk-l.de